Tarangire Nationalpark

Tarangire Nationalpark

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park zählt wegen der zahl­reich vor­kom­men­den Baob­abs zu den land­schaft­lich schöns­ten Natio­nal­parks in Tan­sa­nia. Der Fluss Tar­an­gi­re ist Lebens­grund­la­ge für zahl­rei­che Tier­sor­ten und vor allem wäh­rend der Tro­cken­zeit trumpft das Schutz­ge­biet mit einer extrem hohen Groß­tier­dich­te auf.

Geschichte

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park wur­de durch die Zusam­men­le­gung ver­schie­de­ner Jagd­re­vie­re 1970 gegrün­det.

Der Tar­an­gi­re Fluss, wel­cher sich durch wei­te Tei­le der Parks schlän­gelt, fun­gier­te als Namens­ge­ber.

Lage

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park liegt im Nor­den Tan­sa­ni­as süd­west­lich von Aru­sha in der Nähe des Man­ya­ra-Sees.

Nach nur 4 Auto­stun­den ist man vom Flug­ha­fen Kili­man­ja­ro beim Natur­schutz­ge­biet. Der Park hat eine Flä­che von 2.850 km² und liegt auf 1.000 bis 1.5000 m See­hö­he.

Tierwelt

Der Namens­ge­ber des Natur­schutz­ge­bie­tes, der Tar­an­gi­re-Fluss, schlän­gelt sich bei­na­he durch den gan­zen Park und ist Lebens­grund­la­ge für unglaub­lich vie­le klei­ne und gro­ße Tie­re. Man­che von ihnen sind das gan­ze Jahr über im Natio­nal­park, vie­le kom­men in der Tro­cken­zeit von Juni bis Sep­tem­ber in den Park und zum Fluss. Des­halb hat der Park nach dem Ngo­rongo­ro-Kra­ter die größ­te Groß­tier­dich­te.

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park beher­bergt eini­ge der größ­ten Ele­fan­ten­her­den Afri­kas. Zudem gibt es hier Giraf­fen, Zebras, Anti­lo­pen, Büf­fel, Gnus und Gazel­len. Von einem sol­chen Nah­rungs­an­ge­bot wer­den natür­lich auch Löwen, Leo­par­den, Gepar­de und Afri­ka­ni­sche Wild­hun­de ange­lockt.

Der Park behei­ma­tet unglaub­li­che 550 ver­schie­de­ne Vogel­ar­ten, dar­un­ter Strau­ße, Schwarz­köpf­chen, Rot­schna­bel­to­kos oder Gabel­ra­cken sowie ver­schie­de­ne Raub- und Was­ser­vö­gel.

Vor allem zwi­schen den Regen­zei­ten von Dezem­ber bis Febru­ar kommt im gan­zen Natio­nal­park die Tse­tse­flie­ge vor.

Giraffen im Tarangire Nationalpark
Tarangire Nationalpark

Landschaft

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park ist für sei­ne Bao­ba­bäu­me bekannt, die hier über­durch­schnitt­lich oft wach­sen. Die Land­schaft besteht haupt­säch­lich aus Gras­land. Hügel und Fels­kup­pen sind nur spär­lich bewach­sen. Die Tro­cken­sa­van­ne hat einen dich­ten Bestand an Schirm­aka­zi­en. Der Fluss Tar­an­gi­re fließt von Nor­den nach Süden durch bei­na­he den gan­zen Park. Auf den Sei­ten des Flus­ses fin­det sich offe­ne Baum­sa­van­ne. Der Fluss mün­det in den nord­west­lich gele­ge­nen Lake Burun­gi. Der Süden des Parks besteht aus gro­ßen Sumpf­ge­bie­ten, die in der Regen­zeit unpas­sier­bar sind und in der Tro­cken­zeit nahe­zu aus­trock­nen.

 

Möglichkeiten

Den Tar­an­gi­re Natio­nal­park kann man mit Pirsch­fahr­ten oder auf­re­gen­den Nacht­fahr­ten erkun­den. Auch Vogel­be­ob­ach­tun­gen und Wal­king Safa­ris im Süden sind mög­lich. Zudem wer­den Aus­flü­ge zu Mas­sai-Dör­fern und den Fels­zeich­nun­gen in der Nähe von Kolo ange­bo­ten.

Ein Besuch des Tar­an­gi­re Natio­nal­parks bie­tet sich als Mini-Safa­ri für Berg­stei­ger oder Fami­li­en mit Kin­dern oder als sanf­ter Ein­stieg in den Safa­ri-Urlaub an.

Pirschfahrten im Tarangire Nationalpark

Beste Reisezeit

Der Tar­an­gi­re Natio­nal­park kann das gan­ze Jahr über besucht wer­den. Die bes­te Rei­se­zeit ist in der Tro­cken­zeit von Juni bis Okto­ber, da dann die Tier­wan­de­rung statt­fin­det und sich die meis­ten Tie­re im Park auf­hal­ten. Zwi­schen den Regen­zei­ten von Dezem­ber bis Febru­ar kommt die Tse­tse­flie­ge, wel­che die Schlaf­krank­heit über­trägt, häu­fig vor.